Bestandsentwicklung von Fritillaria meleagris L. bei Gardelegen in Abhängigkeit vom Pflegemanagement

Autor/innen

  • Anselm Krumbiegel
  • Tilo Mottschall

DOI:

https://doi.org/10.21248/mfk.475

Abstract

Das Vorkommen von Fritillaria meleagris bei Gardelegen wurde erstmals bei Ascherson & Graebner (1898/99) erwähnt. Eine Angabe von mehr als 5.000 blühenden Exemplaren im Jahr 1997 in der Datenbank des Landesamtes für Umweltschutz weist auf den seinerzeit großen und für Sachsen-Anhalt insgesamt größten Bestand der Art hin. Schon wenige Jahre danach war die Individuenzahl jedoch stark zurückgegangen, was sehr wahrscheinlich direkt und indirekt mit dem Bau der ICE-Trasse Berlin-Hannover und mangelnder Pflege des Fundortes zusammenhing. Seit 2010 wurde der Bestand wiederholt aufgesucht, um die Zahl blühender Individuen und den Pflegezustand der Fläche zu dokumentieren. Dabei zeigte sich die dringende Notwendigkeit regelmäßiger Mahd. In den letzten Jahren hat sich der Regionalverein Ipse excitare aus Gardelegen intensiv und erfolgreich für die Gewährleistung der Pflege des Vorkommens bei der Unteren Naturschutzbehörde und dem Flächeneigentümer (Deutsche Bahn) eingesetzt. Exemplarisch für viele ehrenamtliche Naturschutzprojekte wird das dabei komplizierte Prozedere kurz dargestellt.

Literaturhinweise

Ascherson, P. & Graebner, P. (1898/99): Flora des Nordostdeutschen Flachlandes (außer Ostpreussen). – Borntraeger, Berlin, 875 S.

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Datenbank Farn- und Blütenpflanzen des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Halle.

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Veröffentlicht

2026-04-16

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