Eidechsen als Nektartrinker – erste Beobachtungen auf dem afrikanischen Festland

  • Petra Wester

Abstract

Als Wirbeltiere, die Blüten bestäuben, kennt man in Südafrika Vögel und Kleinsäuger. Beim Video-Monitoring von Pflanzen, die an bestäubende Kleinsäuger angepasst sind, wurden Eidechsen an der Ananaslilie (Eucomis regia) und an Massonia grandiflora (beides Asparagaceae) beobachtet. Der Kap-Gürtelschweif (Hemicordylus capensis, Cordylidae) und der Namaqua-Taggecko (Rhoptropella ocellata, Gekkonidae) leckten Nektar, berührten die Reproduktionsorgane der Blüten und wurden dabei mit Pollen
auf dem Kopf eingestäubt. Folglich ist es sehr wahrscheinlich, dass die Eidechsen zur Bestäubung der Blüten beitragen. Blütenbestäubung durch Eidechsen ist ein sehr seltenes Phänomen und ist weitgehend auf Inseln beschränkt. Dies sind die ersten Beobachtungen von nektartrinkenden Eidechsen auf dem afrikanischen Festland.

Veröffentlicht
2019-12-11
Zitationsvorschlag
[1]
Wester, P. 2019. Eidechsen als Nektartrinker – erste Beobachtungen auf dem afrikanischen Festland. Der Palmengarten. 83, 1 (Dez. 2019), 31-33. DOI:https://doi.org/10.21248/palmengarten.495.
Seiten
31-33
Rubrik
Artikel